Kann der 3D-Druck klassische Fahrradreifen ersetzen?
Jeder passionierte Mountainbiker weiß, wie schnell ein platter Reifen eine Mountainbike-Tour ruinieren oder gar einen Unfall verursachen kann. Luftlose Reifen galten lange als unerreichbare Zukunftstechnologie, doch der Schöpfer von [Berm Peak] beschloss, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Er fertigte seinen eigenen funktionierenden Fahrradreifen mit einem Heim-3D-Drucker an.
Nach ersten Versuchen entwarf er ein Modell aus flexiblem TPU-Material. Kernstück des Designs war eine robuste, S-förmige Struktur, die sich zwischen Lauffläche und Felge erstreckte und den Druck eines Standardreifens simulierte. Das gesamte Produkt wurde in mehreren Einzelteilen gedruckt, die anschließend mithilfe einer speziell gedruckten Schnittstelle an der Felge befestigt wurden.
Mountainbiken stellt für solche Konstruktionen eine extrem hohe Herausforderung dar, doch das Endprodukt erwies sich in einem anspruchsvollen Offroad-Test als überraschend robust. Für ein Eigenbauprojekt ist dies ein beachtlicher Erfolg. Das wirft natürlich die Frage auf, was spezialisierte Reifenhersteller in diesem Bereich leisten können.
Trotz des Erfolgs dieses Projekts herrscht eine gewisse Skepsis, ob solche Reifen jemals den Markt wirklich dominieren werden. Die meisten Mountainbiker nutzen heute bereits Reifen mit Dichtmittel (das sogenannte „Tubeless“-System), das Pannenprobleme sehr effektiv löst. Dennoch ist der bedruckte, leuchtend grüne, luftlose Reifen ein sehr interessantes und ambitioniertes Projekt, das auf den Radwegen viel Aufmerksamkeit erregt hat.


















