Microsoft hat eine hochentwickelte künstliche Intelligenz entwickelt, die Diagnosen wie ein echter Arzt stellt.
Das System ist so konzipiert, dass es die einzelnen Schritte des Diagnoseprozesses selbstständig steuert und sich an neue Informationen anpasst. Die künstliche Intelligenz wählt zunächst relevante Fragen zur Krankengeschichte des Patienten aus und bestimmt die wichtigsten Elemente der körperlichen Untersuchung. Basierend auf den gesammelten Informationen entscheidet sie dann, ob weitere diagnostische Tests angeordnet werden sollen, und nutzt die Ergebnisse, um ihre Diagnosehypothesen zu überprüfen und zu aktualisieren. Dieser Ansatz ermöglicht eine schrittweise Eingrenzung des Spektrums möglicher Ursachen für die Beschwerden des Patienten.
In Tests mit Hunderten komplexer und ungewöhnlicher medizinischer Fälle erwies sich das Tool als hochpräzise. Es übertraf Allgemeinmediziner, die sich bei der Diagnosestellung auf Fachliteratur und Online-Quellen stützten. Auch bei der Analyse von Fällen aus einer großen Datenbank mit Notaufnahmen schnitt das System besser ab. Die Ergebnisse legen nahe, dass künstliche Intelligenz Ärzten bei der Behandlung komplexer Fälle helfen und die Entscheidungsfindung erleichtern könnte, insbesondere bei der Berücksichtigung einer großen Informationsmenge.
Trotz der vielversprechenden Ergebnisse mahnen Experten zur Vorsicht, da die Technologie vor einer breiten Anwendung gründlich im klinischen Alltag getestet werden muss. Laborergebnisse garantieren nicht zwangsläufig denselben Erfolg bei der Behandlung von Patienten, wo Zeitdruck, unvollständige Daten und unvorhersehbare Umstände ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. In Zusammenarbeit mit einem Krankenhaus in Boston planen sie, das System in den Wartebereichen der Notaufnahme zu testen, um seine Nützlichkeit unter realen Bedingungen zu beurteilen.




















