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02.05.2024 11:27

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Razer für eine Millionen-Dollar-Schutzmaske

Foto: Razer
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Laut einem kürzlich von der Federal Trade Commission (FTC) bekanntgegebenen Vergleichsvorschlag muss Razer 1,1 Millionen US-Dollar an Kunden zurückerstatten, die die Zephyr RGB-Gesichtsmaske gekauft haben. Das Unternehmen hatte behauptet, die Maske verwende Filter der Schutzklasse N95. Die FTC wirft Razer jedoch vor, diese nie zur Prüfung eingereicht und die irreführende Werbung erst nach negativer Berichterstattung in den Medien und Empörung der Verbraucher eingestellt zu haben.

Razer brachte die Zephyr-Gesichtsmaske erstmals im Jahr 2021 als skurrile Cyberpunk-Alternative zu den traditionellen Gesichtsmasken auf den Markt, die während der Pandemie getragen wurden. Obwohl Razer die 100-Dollar-Maske zunächst als N95-Filtermaske vermarktete, entfernte das Unternehmen dieses Etikett, nachdem YouTuberin Naomi Wu sie auseinandernahm und feststellte, dass sie doch nicht N95-zertifiziert war. Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention sollen N95-Masken mindestens 95 Prozent der in der Luft befindlichen Partikel herausfiltern.

Razer plante außerdem die Markteinführung einer Zephyr Pro-Maske mit Sprachverstärkung für 150 US-Dollar, was jedoch nicht geschah. Razer äußerte sich damals zu den Vorwürfen bezüglich seiner Zephyr-Masken und schrieb in einem Beitrag auf X: „Die Razer Zephyr- und Zephyr Pro-Masken sind keine Medizinprodukte, Atemschutzmasken, OP-Masken oder persönliche Schutzausrüstung und sind nicht für den Einsatz in medizinischen oder klinischen Umgebungen bestimmt.“

Die FTC behauptet, Razer habe in sozialen Medien und auf Produktseiten irreführende Aussagen über die Maske gemacht und behauptet außerdem, Razer habe sie nie mit der Food and Drug Administration oder dem National Institute for Occupational Safety and Health getestet.

„Das Unternehmen behauptete fälschlicherweise, seine Gesichtsmaske sei während einer globalen Pandemie mit einer N95-zertifizierten Atemschutzmaske gleichwertig“, erklärte Samuel Levine, Direktor des Büros für Verbraucherschutz der FTC, in einer Stellungnahme. Razer sieht sich nun einer detaillierten Untersuchung und einer empfindlichen Geldstrafe gegenüber, die dem Ruf des Unternehmens mit Sicherheit schaden wird.


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