Das Ende für Nvidia-Grafikkarten der Mittelklasse?
Die Situation um Nvidias Blackwell-Serie wird zunehmend unberechenbarer. Ersten Informationen zufolge hat Asus seine RTX 5070 Ti-Modelle bereits als „End of Life“ (EOL) gekennzeichnet, da die Produktion aufgrund fehlender kritischer Komponenten, insbesondere des neuen GDDR7-Speichers, nicht mehr rentabel ist. Kurz darauf veröffentlichte Asus eine offizielle Stellungnahme, in der das Unternehmen dementierte, die Modelle vollständig eingestellt zu haben, aber einräumte, dass Lieferengpässe zu einem vorübergehenden Stopp der Lagerauffüllung geführt hätten.
Hauptursache der aktuellen Situation ist die sogenannte „Speicherkrise von 2026“. Aufgrund des Booms im Bereich der künstlichen Intelligenz haben Speicherhersteller wie Micron und Samsung Speichermodule mit hoher Bandbreite für Rechenzentren priorisiert, was zu einem drastischen Preisanstieg im Endkundenmarkt geführt hat. Grafikkarten mit 16 GB VRAM, wie die RTX 5070 Ti und die RTX 5060 Ti 16 GB, sind für die Hersteller unrentabel geworden. Die Folgen sind bereits im Handel sichtbar: Die RTX 5070 Ti, die eigentlich um die 800 Euro kosten sollte, erreicht in einigen Regionen bereits Preise von fast 1000 Euro.
Nvidia reagiert diplomatisch auf die Berichte: „Die Nachfrage ist hoch, aber die Speicherkapazität ist begrenzt. Wir liefern weiterhin alle Modelle aus.“ Analysten warnen jedoch, dass die Mittelklasse-Grafikkarten mit 16 GB Speicher bald nicht mehr erhältlich sein werden, da Nvidia seine begrenzten Ressourcen auf die teureren RTX 5080- und 5090-Modelle konzentrieren wird, bei denen die Gewinnmargen höher sind. Gamer, die auf eine Aktualisierung der „SUPER“-Serie zur CES 2026 gehofft hatten, gingen leer aus, da diese Pläne angeblich genau wegen des Mangels an GDDR7-Speicher verschoben wurden. Aktuell sieht es so aus, als ob 2026 das Jahr der 8-GB-Karten wird – es sei denn, man ist bereit, einen vierstelligen Betrag auszugeben.
























