Fairphone glaubt weiterhin an Modularität und Nachhaltigkeit
Das Fairphone 5 wurde kürzlich offiziell vorgestellt und bringt viele positive Überraschungen mit sich. Das Telefon ist für eine einfache Reparatur konzipiert. Es ermöglicht uns den einfachen Austausch von bis zu 10 Komponenten, darunter Akku, Bildschirm, Kamera und USB-C-Anschluss. Das Gerät kostet 699 Euro und ist ab dem 14. September in Europa erhältlich. Es ist mit einem 6,46-Zoll-OLED-Bildschirm, 8 GB RAM, 256 GB Speicher und einer Dreifachkamera ausgestattet. Der Akku ist abnehmbar, hat aber mit 4200 mAh eine etwas geringere Kapazität.
Einer der interessantesten Aspekte ist die Wahl des Prozessors. Anstelle des Standard-Qualcomm Snapdragon setzt Fairphone auf den „Industrial IoT“-Chip QCM6490, der eine längere Unterstützung verspricht. Laut dem niederländischen Unternehmen soll das Gerät 8–10 Jahre lang unterstützt werden – ein großer Fortschritt in der Branche. Zum Vergleich: Samsung, eines der fortschrittlichsten Unternehmen in diesem Bereich, bietet 4 Jahre Android-Updates und 5 Jahre Sicherheitspatches.
Das Aktualisieren von Android erfordert normalerweise die Zusammenarbeit mehrerer Parteien: Google, Qualcomm und des Telefonherstellers. Oft stellt Qualcomm den Support nach einigen Jahren ein, wodurch die Geräte mit der Zeit an Nutzen verlieren und nach einigen Jahren bereits Inkompatibilitäten mit einigen Apps und Diensten erkennbar sind. Fairphone ist der einzige Hersteller von Android-Telefonen, der auch nach Beendigung des Supports durch Qualcomm weiterhin Support leistete.
Das Telefon ist auf Reparaturfähigkeit ausgelegt und bietet eine Werksgarantie von fünf Jahren. Der Akku soll rund 50 Euro kosten, der Bildschirm rund 100 Euro.
Insgesamt ist das Telefon ein großer Fortschritt in der nachhaltigen Elektronik, da es die Produktlebensdauer verlängert und Elektroschrott reduziert. Auch bei der Auswahl der Materialien selbst wurde sehr sorgfältig vorgegangen. Sie verwendeten recycelten Stahl, Nickellegierungen, Zinn und Kunststoff. Sie arbeiten daran, die Arbeitsbedingungen in ihrer Lieferkette für andere Schlüsselmetalle wie Lithium, Gold und Kobalt zu verbessern.
























