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13.01.2026 17:08

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Google möchte, dass künstliche Intelligenz für Sie einkauft.

Google kündigt eine neue Phase des Online-Shoppings an, in der künstliche Intelligenz nicht nur bei der Produktsuche hilft, sondern auch bestimmte Aufgaben im Auftrag der Nutzer übernimmt. Laut Google schreitet der sogenannte „agentische Handel“, bei dem KI-Agenten Teile des Kaufprozesses steuern, rasant von der Idee zur Praxis voran.
Google möchte, dass künstliche Intelligenz für Sie einkauft.

In diesem Zusammenhang präsentierte das Unternehmen mehrere Innovationen, mit denen es eine offene Grundlage für die Zukunft des digitalen Handels schaffen will, basierend auf der Zusammenarbeit zwischen Händlern, Plattformen und Zahlungsdienstleistern.

„Universelles Handelsprotokoll“ als gemeinsame Sprache

Die wichtigste Neuerung ist die Einführung des Universal Commerce Protocol (UCP), eines neuen offenen Standards für agentenbasierten Handel. UCP deckt den gesamten Kaufprozess ab – von der Produktsuche und dem Kauf bis hin zum Kundendienst.

Anstelle separater und komplexer Integrationen für jeden einzelnen UI-Agenten führt UCP eine gemeinsame Sprache ein, die die einfache Zusammenarbeit von Agenten und Systemen über verschiedene Plattformen hinweg ermöglicht. Der Standard ist kompatibel mit bestehenden Branchenprotokollen wie „Agent2Agent“ (A2A), „Agent Payments Protocol“ (AP2) und „Model Context Protocol“ (MCP) und ist für den branchenübergreifenden Einsatz konzipiert.

Breite Unterstützung durch Händler und Zahlungssysteme

UCP wurde in Zusammenarbeit mit großen Einzelhändlern wie Shopify, Etsy, Wayfair, Target und Walmart entwickelt und wird von mehr als 20 Unternehmen aus dem breiteren Ökosystem unterstützt, darunter Adyen, American Express, Mastercard, Stripe, Visa, Zalando und andere.

In der ersten Phase wird UCP eine neue Checkout-Funktion für ausgewählte Google-Produktanzeigen im „KI-Modus“ in der Suche und der Gemini-App bereitstellen. US-Nutzer können direkt beim Stöbern nach Produkten bezahlen und dabei Google Pay mit ihren Google Wallet-Daten nutzen. PayPal wird in Kürze unterstützt.

Google betont, dass die Händler die „offiziellen Verkäufer“ bleiben und die Integration an ihre Bedürfnisse anpassen können, wodurch gleichzeitig die Zahl der abgebrochenen Warenkörbe reduziert wird.

„Geschäftsagent“ als digitaler Verkäufer

Zusätzlich zum UCP-Standard führt Google auch den „Business Agent“ ein, einen markenspezifischen UI-Agenten, der den direkten Chat zwischen Käufern und Händlern direkt in der Suchmaschine ermöglicht.

Die Funktion fungiert als virtueller Verkaufsberater und beantwortet Produktfragen im markenspezifischen Stil. „Business Agent“ ist ab morgen bei ausgewählten US-Händlern wie Lowe’s, Michael’s, Poshmark und Reebok verfügbar. Händler können die Funktion über das Merchant Center verwalten und anpassen.

Zukünftig plant Google zusätzliche Funktionen, wie das Lernen des Agenten anhand der Daten des Händlers, das Anbieten verwandter Produkte, den Zugriff auf Kundeneinblicke und den direkten Kauf innerhalb der Konversation, einschließlich „agentischer Kasse“.

„Direktangebote“ im KI-Modus

Im Rahmen seiner KI-Modus-Anzeigentests führt Google außerdem eine neue Funktion namens „Direktangebote“ ein. Diese ermöglicht es Werbetreibenden, Nutzern, die kurz vor einem Kauf stehen, exklusive Angebote wie Rabatte oder Sonderkonditionen anzuzeigen.

Google wird künstliche Intelligenz einsetzen, um zu entscheiden, wann ein Angebot relevant ist und angezeigt werden soll. Ziel ist es, die Nutzererfahrung zu verbessern und Händlern beim Verkaufsabschluss zu helfen. Im Pilotprojekt liegt der Fokus zunächst auf Rabatten; später werden weitere Mehrwerte wie Produktpakete oder kostenloser Versand hinzugefügt.

Die Zukunft der Maklerauswahl

Mit den angekündigten Innovationen macht Google deutlich, dass die Zukunft des Online-Shoppings in einem offenen, agentengestützten Ökosystem liegt, in dem künstliche Intelligenz als Vermittler zwischen Käufern und Händlern fungiert. Wie schnell und in welchem Umfang diese Vision Realität wird, hängt sowohl vom Willen der Händler als auch vom Vertrauen der Nutzer ab.


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