Nie mehr Angst vor dem Batteriewechsel?
Die Analyse von Geotab an über 10.000 Elektrofahrzeugen liefert vielversprechende Ergebnisse für nachhaltige Mobilität. Die durchschnittliche Kapazitätsminderung der Batterien beträgt lediglich 1,8 % pro Jahr. Zum Vergleich: Nach zehn Jahren Nutzung behält eine Batterie noch über 80 % ihrer ursprünglichen Kapazität. Dies ist ein deutlich besseres Ergebnis als Studien vor fünf Jahren, als die durchschnittliche Kapazitätsminderung bei rund 2,3 % pro Jahr lag.
Die Studie hebt hervor, dass die Batterieleistung maßgeblich von der Kühlmethode abhängt. Fahrzeuge mit aktiv flüssigkeitsgekühlten Batterien (wie beispielsweise Tesla-Modelle oder neuere Hyundai-Modelle) schneiden deutlich besser ab als solche mit Luftkühlung. Die Forscher stellten außerdem fest, dass häufiges Schnellladen die Batterien nicht so stark schädigt wie ursprünglich angenommen, raten aber dennoch zu maßvollem Gebrauch. Interessanterweise steigt die Batterieleistung bei Fahrzeugen mit hoher jährlicher Fahrleistung – manche legen mehr als 30.000 Kilometer (ca. 18.600 Meilen) pro Jahr zurück – nicht proportional an. Dies deutet darauf hin, dass die Zeitkomponente der Alterung ebenso wichtig ist wie die Anzahl der Ladezyklen.
Das sind großartige Neuigkeiten für Gebrauchtwagenbesitzer. Die Befürchtung, 10.000 bis 20.000 Euro für eine neue Batterie ausgeben zu müssen, verliert zunehmend an Bedeutung. Die meisten Hersteller bieten mittlerweile eine Batteriegarantie von bis zu 8 Jahren oder 160.000 Kilometern (100.000 Meilen) an, und Studien zeigen, dass diese Batterien problemlos 250.000 oder sogar 300.000 Kilometer erreichen werden. Elektrofahrzeuge werden somit zu einer immer sinnvolleren Langzeitinvestition, da ihre mechanische Einfachheit nun mit der bewährten Langlebigkeit des Antriebs kombiniert wird.

























