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24.03.2026 06:15

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Künstliche Intelligenz erschafft unzerstörbaren Roboter

Wissenschaftler haben einen neuartigen Roboter entwickelt, der mithilfe fortschrittlicher Algorithmen der künstlichen Intelligenz selbstständig lernen kann, sich zu bewegen und unter extremen Bedingungen zu überleben. Das Gerät benötigt keine vorherige Programmierung, sondern entwickelt sich durch Tausende digitaler Simulationen zu einer nahezu unzerstörbaren Form, die auf jegliche physische Beschädigung reagiert.
Foto: Sam Kriegman/Northwestern University
Foto: Sam Kriegman/Northwestern University

Forscher haben kürzlich ein Verfahren zur Simulation natürlicher Selektion eingesetzt, um einen möglichst effizienten Roboter zu entwickeln. Anstatt die Pläne von Hand zu zeichnen, überließen sie diese Aufgabe einer künstlichen Intelligenz. Diese testete Millionen verschiedener Körperstrukturen und Bewegungsmuster in einer virtuellen Umgebung. Das Ergebnis ist ein ungewöhnlicher, aber extrem robuster Roboter von etwa 15 Zentimetern Länge, der eine einzigartige Kombination aus weichen und harten Materialien verwendet.

Die größte Stärke des Roboters ist seine Anpassungsfähigkeit. In Experimenten entfernten Wissenschaftler absichtlich Teile seiner Beine oder beschädigten seine Motoren, doch die Maschine funktionierte weiter. Die künstliche Intelligenz berechnete innerhalb von Sekunden eine neue Fortbewegungsart basierend auf dem aktuellen Zustand des Körpers. Verliert der Roboter also ein Gliedmaß, verlagert er einfach seinen Schwerpunkt und nutzt die verbleibenden Teile zum Kriechen oder Hüpfen – ganz ohne menschliche Hilfe oder einen Neustart des Systems.

Diese Technologie ermöglicht den Einsatz von Robotern in Umgebungen, die für Menschen zu gefährlich oder unzugänglich sind. Dank ihrer geringen Größe und Robustheit wären diese Maschinen ideal für die Suche nach Überlebenden in eingestürzten Gebäuden nach Erdbeben oder für die Erforschung ferner Planeten, wo keine Wartung möglich ist. Ein Roboter, der sich durch einfache Verhaltensänderungen selbst „repariert“, stellt einen wichtigen Schritt hin zur vollständigen Autonomie künstlicher Intelligenz in der realen Welt dar.

Die Baukosten für einen solchen Roboter sind überraschend niedrig, da die meisten Komponenten aus handelsüblichen Polymeren im 3D-Druckverfahren hergestellt werden. Der gesamte Prototyp kostet nur etwa 95 €. Das Forschungsteam plant nun, den Roboter auf rund 45,72 cm zu vergrößern, wodurch er schwerere Sensoren und Batterien für längere Einsätze im Feld tragen könnte.


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