Künstliche Intelligenz wird die Geisteswissenschaften retten!
Alex Karp hob in Davos das Paradoxon der rasanten Integration künstlicher Intelligenz in alle Bereiche der Gesellschaft hervor. Während das vergangene Jahrzehnt den Fokus auf das Erlernen von Programmierkenntnissen (STEM) legte, glaubt Karp, dass generative KI diese Fähigkeit bald automatisieren wird. „Das Schreiben von Code wird zweitrangig, und die zentrale Frage wird lauten: Warum tun wir etwas, und welche ethischen Implikationen hat das?“, sagte er. Seiner Meinung nach werden Menschen mit Kenntnissen in Philosophie, Geschichte und Literatur am besten in der Lage sein, Algorithmen zu steuern.
Dieser Wandel auf dem Arbeitsmarkt, den er für 2026 prognostiziert, basiert auf der Tatsache, dass KI-Systeme so leistungsstark werden, dass ihre Verwaltung mehr als nur technisches Wissen erfordert – sie erfordert Kontextverständnis. Karp argumentiert, dass Palantir und ähnliche Unternehmen verstärkt nach Mitarbeitern suchen werden, die zu kritischer Analyse und dem Verständnis komplexer sozialer Dynamiken fähig sind, da dies erfolgreiche Unternehmen von solchen unterscheiden wird, die lediglich blind den generierten Daten folgen.
Diese Worte sind ein wichtiges Signal für das slowenische Bildungssystem und den Arbeitsmarkt. Statt den Verlust von Arbeitsplätzen in den Geisteswissenschaften zu befürchten, sieht Karp eine Renaissance dieser Berufe. Künstliche Intelligenz wird Routinearbeiten übernehmen und den Menschen so Raum für Interpretation und strategisches Denken geben. Der Direktor von Palantir warnt zwar vor Herausforderungen des Übergangs, betont aber, dass der „menschliche Faktor“ in Kombination mit KI-Werkzeugen der einzige Weg zu echtem Fortschritt ist, der die Stabilität der Gesellschaft nicht gefährdet.

























