Microsoft stellt die Unterstützung für Millionen älterer Drucker in Windows 11 ein.
Nutzer älterer Hardware stehen vor einer neuen Herausforderung. Microsoft hat in einer offiziellen Stellungnahme bestätigt, dass Windows 11 die Unterstützung für Drucker, die herstellerspezifische Treiber benötigen, zukünftig einstellen wird. Diese Entscheidung ist Teil von Microsofts Strategie, das Treiber-Ökosystem zu vereinfachen und die Systemsicherheit zu verbessern. Anstelle Tausender unterschiedlicher Dateien, die Hersteller bisher entwickeln mussten, verwendet Windows 11 nun das standardisierte IPP (Internet Printing Protocol), das auf dem MOPRIA-Zertifikat basiert.
Dieser Übergang von Microsoft ruft gemischte Gefühle hervor. Einerseits wird die Installation neuer Drucker schneller und einfacher, da Benutzer keine zusätzliche Software mehr von den Herstellerwebseiten suchen und installieren müssen. Andererseits bedeutet dies, dass Drucker, die vor 2010 hergestellt wurden oder den MOPRIA-Standard nicht unterstützen, unter Windows 11 nicht mehr nutzbar sein werden. Die Einstellung des Supports erfolgt zwar nicht von heute auf morgen, Microsoft plant jedoch, den gesamten Übergang bis 2027 abzuschließen.
Experten warnen, dass Microsofts Vorgehen zu einem Anstieg von Elektroschrott führen könnte. Viele Drucker in Büros und Privathaushalten sind noch voll funktionsfähig, werden aber von Windows 11 nicht mehr erkannt. Microsoft betont, dass bestehende Treiber noch eine Weile über Windows Update verfügbar sein werden, Hersteller jedoch keine neuen Versionen mehr über diesen Kanal veröffentlichen dürfen. Für Nutzer bedeutet dies, dass sie sich möglicherweise ein neues Gerät anschaffen müssen, sobald das nächste größere Windows-11-Update erscheint.
Um Probleme zu vermeiden, empfiehlt Microsoft, die Spezifikationen Ihres Druckers zu überprüfen. Geräte mit einer Breite von mehr als 40 cm, die kein integriertes WLAN oder Unterstützung für moderne Protokolle besitzen, werden zukünftig wahrscheinlich inkompatibel sein. Mit diesem Schritt möchte Microsoft den Umstieg auf sicherere und energieeffizientere Lösungen fördern. Für viele Windows-11-Nutzer wird dieser Weg jedoch mit hohen Kosten verbunden sein. Es wird empfohlen, vor größeren Updates die Hardwarekompatibilität in den Systemeinstellungen zu überprüfen.

























