Ubuntu benötigt jetzt mehr Arbeitsspeicher als Windows 11.
Mit der Veröffentlichung der neuesten Version von Ubuntu 24.10 „Oracular Oriole“ haben die Entwickler von Canonical die offiziellen Hardwareanforderungen für das beliebte Betriebssystem aktualisiert. Die wichtigste Änderung betrifft den Arbeitsspeicher (RAM). Obwohl Ubuntu schon lange als System gilt, das selbst ältere Computer wiederbeleben kann, benötigt es nun mindestens 12 GB Arbeitsspeicher für einen reibungslosen Betrieb, empfohlen werden 16 GB. Dies ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber früheren Versionen, bei denen 4 GB noch ausreichend waren.
Im Vergleich dazu benötigt Windows 11, das bei seiner Veröffentlichung wegen seiner strengen Hardwareanforderungen kritisiert wurde, offiziell immer noch nur vier Gigabyte Arbeitsspeicher, obwohl allgemein bekannt ist, dass mindestens acht GB für einen flüssigen Betrieb erforderlich sind. Die offiziellen Anforderungen von Ubuntu sind hingegen mittlerweile dreimal so hoch wie die von Windows 11. Diese Änderung spiegelt moderne Trends wider: Desktop-Umgebungen wie GNOME werden grafisch immer aufwendiger, während Entwickler gleichzeitig sicherstellen wollen, dass Anwendungen in Form von Snap-Paketen, die für ihren hohen Ressourcenverbrauch bekannt sind, reibungslos laufen.
Neben dem Arbeitsspeicher sind auch andere Anforderungen gestiegen. Für die Installation von Ubuntu 24.10 werden mindestens 50 GB Festplattenspeicher benötigt, was mehr ist als die Anforderungen von Windows 11, das üblicherweise etwa 32 GB benötigt. Obwohl Ubuntu die Installation auch auf leistungsschwächeren Rechnern ermöglicht, warnt Canonical davor, dass die Benutzererfahrung ohne 12 GB Arbeitsspeicher nicht den heutigen Standards der Reaktionsfähigkeit entspricht. Für Nutzer mit älterer Hardware sind „schlankere“ Versionen wie Xubuntu oder Lubuntu weiterhin die bessere Wahl.

























