Betriebssysteme
30.11.2025 09:20

Mit anderen teilen:

Aktie

Windows XP und 7 haben noch nicht das letzte Mal abgesetzt!

Der Support für Windows 10 wurde letzten Monat eingestellt, was Fragen zum Upgrade auf Windows 11 aufwirft. Trotzdem halten Millionen von Nutzern weiterhin an Windows XP und Windows 7 fest. Die Gründe reichen von Anwendungskompatibilität über Kosten bis hin zur Zuverlässigkeit und zeigen, dass alte Systeme noch lange nicht der Vergangenheit angehören.
Foto: Microsoft
Foto: Microsoft

Als der Support für Windows 10 im letzten Monat, fast zehn Jahre nach seiner Veröffentlichung, offiziell eingestellt wurde, fragten sich viele Nutzer, ob sie auf Windows 11 upgraden oder bei der bestehenden Version bleiben sollten. Experten nannten Sicherheitsbedenken als Hauptgrund für ein Upgrade. Fakt ist jedoch, dass Millionen von Menschen immer noch Windows XP und Windows 7 nutzen – Betriebssysteme, die vor 24 bzw. 16 Jahren erschienen sind.

Laut Statcounter hält Windows 7 noch immer einen Marktanteil von rund 2,5 Prozent, während Windows XP nur noch 0,22 Prozent erreicht. Bei weltweit etwa einer Milliarde Windows-Computern bedeutet das, dass noch etwa 25 Millionen Windows-7-Geräte und 2,2 Millionen XP-Systeme im Einsatz sind. Trotz der Risiken gibt es für Nutzer gute Gründe, bei älteren Versionen zu bleiben.

Ältere Anwendungen funktionieren oft nicht unter Windows 10 oder 11. Viele kleine und mittlere Unternehmen sowie Betriebe setzen weiterhin auf XP oder 7, da ihre spezialisierte Software und Hardware, Scanner, Drucker und andere Geräte auf neueren Systemen nicht einwandfrei funktionieren. Manche datenschutzbewusste Nutzer verwenden XP in einer virtuellen Maschine, wodurch sie ältere Anwendungen sicher nutzen können, ohne das Hauptsystem preiszugeben. Zwar werden so nicht alle Risiken beseitigt, doch Virenschutz und sorgfältige Vorgehensweisen reduzieren diese.

Die Umstellung auf moderne Systeme erfordert finanzielle Mittel und Zeit. Die Migration jahrzehntealter Daten aus veralteter Software ist ohne manuelle Eingabe oft nahezu unmöglich, was langsam, teuer und fehleranfällig ist. Für viele, insbesondere in Ländern mit niedrigem Einkommen, ist es unpraktisch, Hunderte oder Tausende von Euro für neue Hard- und Software auszugeben.

Die Nutzung von Windows 7 und XP ist rückläufig. Im Januar 2023 lag der Anteil von Windows 7 bei 9,55 Prozent und der von XP bei 0,45 Prozent. Bis Januar 2024 sanken diese Werte auf 3,05 Prozent bzw. 0,57 Prozent. Der Rückgang ist auf die Erneuerung der Hardware zurückzuführen, verläuft jedoch langsamer als erwartet.

XP und 7 werden natürlich nicht über Nacht verschwinden. Viele Systeme sind nicht mit dem Internet verbunden und werden für Aufgaben wie Drucken, Rechnungsstellung oder Fertigungsprozesse genutzt, bei denen die Sicherheitsrisiken minimal sind. Für diese Nutzer ist ein Upgrade unnötig, daher werden XP und 7 so lange im Einsatz bleiben, bis es einen zwingenden Grund für einen Wechsel gibt.


Interessiert an mehr zu diesem Thema?
Windows-Betriebssystem

Verbindungen



Was lesen andere?

_Rahmen('