26.06.2026 12:53

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China stellt mit neuen KI-Waffen den amerikanischen Mythos in Frage.

Foto: Pixabay
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Das chinesische Sicherheitsunternehmen 360 Security Technology präsentierte auf der ISC.AI 2026 Konferenz in Peking neue KI-Tools unter dem Namen „Yitian Tulong“. Dieser Name ist dem berühmten chinesischen Martial-Arts-Roman entlehnt und steht für das „Tulongfeng“-System. Dieses fortschrittliche System erkennt automatisch Sicherheitslücken in Software. Das Verteidigungssystem „Yitianzhen“ wurde entwickelt, um Angriffe automatisch abzuwehren.

Der Firmengründer Zhou Hongyi betonte, dass eine solch leistungsstarke Technologie, die die Spielregeln in der Cyberabwehr und im Cyberangriff grundlegend verändert, nicht westlichen Konkurrenten überlassen werden dürfe. Das von dem amerikanischen Unternehmen Anthropic im April vorgestellte Mythos-Modell hat unter Experten Besorgnis ausgelöst, da es Tausende kritischer Sicherheitslücken in Betriebssystemen und Browsern mit extremer Leichtigkeit aufspüren kann, was die Schlagkraft von Hackerangriffen erheblich verstärken könnte. Die USA haben daher den Export dieser Technologie zum Schutz der nationalen Sicherheit bereits eingeschränkt.

Da China mit strengen US-Importbeschränkungen für hochentwickelte Chips konfrontiert ist, die es einheimischen Unternehmen erschweren, ebenso leistungsstarke KI-Modelle zu entwickeln, mussten sie einen anderen Weg einschlagen. Zhou räumt ein, dass Chinas Basismodelle noch etwa 20 bis 30 Prozent hinterherhinken, warnt aber, dass das Land nicht länger tatenlos zusehen kann. Anstatt sich allein auf Rechenleistung und Chips zu verlassen, kombiniert 360 KI mit umfangreichen Datenbanken zu Schwachstellen und Expertenwissen.

Obwohl es sich teilweise um einen experimentellen Ansatz handelt, behauptet das Unternehmen, Tulongfeng habe bereits 3.432 Softwarefehler erfolgreich identifiziert, von denen 105 offiziell von den chinesischen Behörden bestätigt wurden. Diese Zahlen sind jedoch noch nicht verifiziert. Nichtsdestotrotz bietet 360, bekannt für seine Antivirensoftware, nun eine umfassende Lösung zum Schutz staatlicher Infrastrukturen an.


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