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18.08.2026 10:45

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Ubuntu wird bald mehr Nutzer auf Windows haben als auf dem eigenen System.

Ubuntu wird bald mehr Nutzer auf Windows haben als auf dem eigenen System.

Die beliebte Linux-Distribution Ubuntu von Canonical erlebt eine ungewöhnliche Entwicklung. Die Zahl der Nutzer, die Ubuntu innerhalb von Microsoft Windows mit dem Windows-Subsystem für Linux (WSL) verwenden, wächst deutlich schneller als die Zahl derer, die Ubuntu als Standard-Desktop-Umgebung nutzen.

Das jährliche Wachstum der WSL-Installationen übertrifft das Wachstum der Nutzung herkömmlicher Desktop-Systeme deutlich. Laut Schätzungen von Jon Seager, Vizepräsident für Entwicklung bei Canonical, könnte die Anzahl der Nutzer von Microsoft Windows die der Ubuntu-Nutzer als eigenständiges Betriebssystem innerhalb weniger Monate übertreffen. Da diese Aussagen bereits vor Monaten getroffen wurden, ist es durchaus möglich (vorher: „ziemlich wahrscheinlich“), dass dieser Wendepunkt bereits erreicht ist, obwohl Canonical die genauen aktuellen Zahlen noch nicht veröffentlicht hat.

Das WSL-Subsystem ermöglicht es Ihnen, eine vollständige Linux-Umgebung direkt in einem Microsoft-Windows-Fenster auszuführen, ohne das Basissystem ersetzen oder eine komplizierte Dual-Boot-Konfiguration einrichten zu müssen. Benutzer können auf die Ubuntu-Befehlszeile zugreifen und gleichzeitig ihre gewohnten Arbeitsgewohnheiten unter Microsoft Windows beibehalten.

Diese Option ist besonders für Software-, Machine-Learning- und KI-Entwickler äußerst attraktiv geworden. Viele von ihnen müssen in ihrer Arbeitsumgebung Microsoft-Windows-Rechner nutzen, benötigen aber für ihre tägliche Arbeit und fortgeschrittene Tools unbedingt eine Linux-Umgebung. WSL bietet ihnen die gewünschte Flexibilität, ohne dass sie ihre gesamte IT-Infrastruktur anpassen müssen.

Dieser Entwicklungsweg schafft eine ungewöhnliche Situation für Canonical. Anstatt dass Ubuntu Microsofts System vom Desktop verdrängt, kommen die meisten neuen Nutzer von einem Konkurrenten. Microsofts WSL-Subsystem hat die Beziehung zwischen den beiden Welten grundlegend verändert. Anstatt sich zwischen den Systemen entscheiden zu müssen, können professionelle Anwender nun beide gleichzeitig nutzen, wobei Microsoft Windows die Basis bleibt und Ubuntu bei Bedarf eine spezifische Umgebung bereitstellt.


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