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11.04.2026 11:51

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Japanischer Mini-Computer mit einem ungewöhnlichen Prozessor

Das japanische Unternehmen Zuiki hat den Vividnode Mobile AI vorgestellt, einen ultrakompakten Minicomputer, der anstelle der etablierten x86-Prozessoren auf der offenen RISC-V-Architektur basiert. Das Gerät ist für die lokale Ausführung großer Sprachmodelle (LLMs) und künstlicher Intelligenz konzipiert und bietet bis zu 32 GB RAM und eine Rechenleistung von bis zu 60 TOPS in einem Gehäuse, das kleiner als eine Handfläche ist.
Foto: Zuiki
Foto: Zuiki

In der von Intel und AMD dominierten Welt der Kompaktcomputer präsentiert die japanische Marke Zuiki eine kühne Alternative. Ihr neues Modell Vividnode Mobile AI ist nicht einfach nur ein weiterer Mini-Computer, sondern ein spezialisiertes Werkzeug für Entwickler und KI-Begeisterte. Herzstück des Geräts ist der SpacemiT K3 SoC-Prozessor auf Basis der RISC-V-Architektur. Es handelt sich um einen Achtkernprozessor (A100-Kerne) mit einer Taktfrequenz von 2,4 GHz, der in Kombination mit dedizierten Beschleunigern eine Rechenleistung von bis zu 60 TOPS (Milliarden Operationen pro Sekunde) für KI-Aufgaben bereitstellt.

Die Abmessungen des Geräts sind beeindruckend. Mit nur 12,5 x 8,8 x 2,8 cm passt es problemlos in jede Tasche. Trotz seiner geringen Größe bietet es Konfigurationen mit bis zu 32 GB Arbeitsspeicher, was für die lokale Ausführung anspruchsvoller KI-Modelle wie TensorFlow oder PyTorch unerlässlich ist. Für Nutzer mit geringeren Anforderungen wird auch eine günstigere Version mit 16 GB Arbeitsspeicher erhältlich sein. Das Gerät läuft mit dem eigenen Betriebssystem VividLinux AI OS, das auf Linux basiert und vorinstallierte Tools wie Ollama, ONNX und Qwen-30B enthält.

Die Anschlussmöglichkeiten sind für die Größe solide, wenngleich sie durch moderne Standards eingeschränkt sind. Es gibt zwei USB-C-Anschlüsse für Datenübertragung und Bildwiedergabe (DisplayPort), einen zusätzlichen USB-C-Anschluss für die Stromversorgung sowie einen Dual-Netzwerkanschluss (10G und 1G Ethernet). Drahtlose Verbindungen werden über WiFi 6 und Bluetooth 5.2 ermöglicht. Für die Datenspeicherung sind 64 GB UFS-Speicher integriert, und es gibt außerdem einen freien M.2-Steckplatz für die Aufrüstung mit einer SSD. Das gesamte System arbeitet mit einem sparsamen 40-Watt-Netzteil und gewährleistet so einen leisen und kühlen Betrieb.

Das Projekt befindet sich aktuell in der Crowdfunding-Phase auf der japanischen Plattform Kibidango. Das Basismodell mit 16 GB Arbeitsspeicher (ohne SSD) kostet ca. 1.050 Euro, die leistungsstärkere Version mit 32 GB Arbeitsspeicher wird voraussichtlich bei rund 1.545 Euro liegen. Die ersten Auslieferungen sind für Dezember 2026 geplant, eine weltweite Verfügbarkeit ist jedoch noch nicht bestätigt.


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