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17.04.2026 19:20

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Der humanoide Roboter Mornine ist demnächst erhältlich.

Der chinesische Automobilkonzern Chery hat mit der Vorstellung seines ersten humanoiden Roboters namens Mornine einen ambitionierten Schritt in die Welt der Robotik angekündigt. Das Gerät, das ursprünglich für den Einsatz in Autohäusern entwickelt wurde, soll nun den breiteren Markt erobern. Mit diesem Projekt beweist Chery, dass autonomes Fahren und künstliche Intelligenz nicht auf vier Räder beschränkt sind, sondern auch als persönlicher Assistent im Alltag dienen können.
Foto: Chery
Foto: Chery

Chery, vor allem bekannt für seine Fahrzeuge, hat gemeinsam mit AIMOGA den Roboter Mornine entwickelt, der den Höhepunkt ihrer technologischen Expertise darstellt. Der Roboter ist mit einem fortschrittlichen System für künstliche Intelligenz ausgestattet, das auf großen Sprachmodellen (LLM) basiert und ihm eine natürliche Kommunikation mit Menschen ermöglicht. Sein Gesicht aus Silikon kann realistische menschliche Gesichtsausdrücke simulieren und so die sogenannte psychologische Barriere zwischen Mensch und Maschine verringern.

Technisch gesehen ist Mornine eine äußerst hochentwickelte Maschine. Sie wird von einem elektrischen System angetrieben, das ihr eine Geschwindigkeit von bis zu 4 km/h ermöglicht. Der Roboter ist etwa 170 cm groß und wiegt rund 65 kg – Abmessungen, die denen eines Menschen sehr ähnlich sind. Seine Arme verfügen über mehr als 22 Freiheitsgrade, wodurch er Objekte präzise handhaben kann, vom Halten einer Kaffeetasse bis hin zur Benutzung von Haushaltsutensilien.

Cherys Strategie ist in drei Phasen unterteilt. In der ersten Phase dient Mornine als interaktiver Kundenführer in Ausstellungsräumen und Einkaufszentren, informiert Kunden und beantwortet ihre Fragen. In der zweiten Phase erwirbt der Roboter fortgeschrittenere visuelle und motorische Fähigkeiten, um spezifische Aufgaben in Bibliotheken oder Gesundheitseinrichtungen zu übernehmen. Das langfristige Ziel ist der vollständige Einzug in Privathaushalte, wo Mornine als Haushaltshilfe fungiert und Hausarbeiten erledigt sowie ältere Menschen betreut.

Der Preis für die Markteinführung steht noch nicht fest, doch es wird erwartet, dass Chery seine industrielle Stärke für die Massenproduktion nutzen wird. Dadurch dürfte der Preis des Mornine-Roboters in einem wettbewerbsfähigen Segment angesiedelt und für eine breitere Verbrauchergruppe erschwinglich werden. Durch die Integration eines Ökosystems intelligenter Geräte plant das Unternehmen, den Roboter zum zentralen Knotenpunkt eines Smart Homes zu machen, der mit den Elektrofahrzeugen des Unternehmens vernetzt ist.


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