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30.06.2026 13:15

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Kein Glas mehr in Glasfaserkabeln? Hohlfasern ermöglichen blitzschnelle Übertragungsgeschwindigkeiten.

Kein Glas mehr in Glasfaserkabeln? Hohlfasern ermöglichen blitzschnelle Übertragungsgeschwindigkeiten.

China Telecom, Yangtze Optical Fibre and Cable und Dekoli haben sich im Rahmen der Nationalen Forschungsinitiative Chinas zusammengeschlossen, um Datenübertragungen über ein Hohlkern-Glasfaserkabel durchzuführen und damit einen neuen Branchenstandard zu setzen. Mithilfe eines optimierten Übertragungssystems erreichte das Team eine Gesamtübertragungskapazität von 51,3 Tbit/s über eine Distanz von rund 206 km – ganz ohne den Einsatz von Signalverstärkern. Der Test wurde mit dem weltweit längsten kommerziellen grenzüberschreitenden Hohlkernkabel durchgeführt.


Anders als bei herkömmlichen Glasfaserkabeln, bei denen sich Licht durch Glas ausbreitet, nutzt diese neue Technologie einen Hohlkern zur Übertragung von Lichtsignalen durch die Luft. Dieses Design überwindet die physikalischen Grenzen von herkömmlichem Glas, reduziert die Signallatenz und erhöht die Bandbreite deutlich. Diese Eigenschaften machen Hohlkern-Glasfaseroptik zu einer Schlüsseltechnologie für zukünftige Backbone-Netzwerke und große Rechenzentren.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Hochleistungs-Datenübertragung in realen Umgebungen außerhalb des Labors eine Reihe von Stabilitätsherausforderungen mit sich bringt, die langfristig bewältigt werden müssen. Chinesische Ingenieure haben versucht, die Stabilität durch die Einführung eines adaptiven Ratenregelungsmechanismus und einer flexiblen Kanalleistungsverteilung zu verbessern. Das System passt die Datenübertragung für jede Wellenlänge individuell dynamisch an und ermöglicht so einen Hybridbetrieb mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Einstellungen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Systems ist die neue Verstärkerarchitektur, die mit zwei Verstärkungsstufen ein stabiles Signal und eine maximale Ausgangsleistung von 33,5 dBm (ca. 2,2 W optische Leistung) gewährleistet. Aufgrund dieser hohen Werte wurden fortschrittliche Schutzmechanismen in das System integriert. Dazu gehören die kontinuierliche Stabilitätsüberwachung, die automatische Abschaltung bei Erkennung gefährlicher Zustände und Alarmsysteme. Diese Maßnahmen erkennen Anomalien schnell, verhindern so Schäden an teuren Geräten und erhöhen die Zuverlässigkeit des gesamten Netzwerks.


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