Hardware
20.07.2026 10:15

Mit anderen teilen:

Aktie

Werden die USA die chinesischen Speichermodule CXMT und YMTC auch in Europa verbieten?

DDR5-Systemspeicher wird bald im Handel erhältlich sein!
DDR5-Systemspeicher wird bald im Handel erhältlich sein!

Die US-Behörden erhöhen erneut den Druck auf die chinesische Halbleiterindustrie. Diesmal stehen die Speicherhersteller CXMT und YMTC im Fokus. Laut Financial Times haben die Abgeordneten John Moolenaar und George Whitesides ein offizielles Schreiben an Handelsminister Howard Lutnick geschickt. Darin fordern sie strengere Maßnahmen, die es amerikanischen Unternehmen verbieten würden, Chips von chinesischen Herstellern zu kaufen, die auf der schwarzen Liste der Regierung für Unternehmen mit Verbindungen zum chinesischen Militär stehen.

Die EU-Abgeordneten warnen davor, dass die Abhängigkeit von chinesischen Speichermedien ein Risiko für die nationale Sicherheit, die Wirtschaft und die Stabilität der Lieferketten darstellt. Sie schlagen daher vor, CXMT von der US-Handelsbehörde auf die schwarze Liste zu setzen und YMTC zusätzliche Beschränkungen aufzuerlegen.

Diese politische Initiative kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Apple versucht, von der Handelsbehörde die Genehmigung zur Verwendung von DRAM-Speichern von CXMT zu erhalten. Der Grund ist einfach: Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage durch den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz herrscht ein Mangel an diesen Komponenten auf dem Markt. Apple ist nicht der erste Hersteller, der diesen Schritt unternimmt. Bekannte Marken wie Corsair und Patriot verwenden bereits seit Längerem Chips von CXMT und YMTC in ihren RAM-Modulen und SSDs.

CXMT steht aufgrund seiner Verbindungen zum Militär derzeit auf der Liste des Pentagons, und YMTC ist bereits auf der schwarzen Liste. Diese Listen verbieten amerikanischen Unternehmen jedoch nicht direkt den Kauf von Produkten, sondern beschränken lediglich den Verkauf amerikanischer Technologie an diese chinesischen Unternehmen. Es handelt sich also eher um ein politisches als um ein wirtschaftliches Problem.

Die EU-Abgeordneten argumentieren, dass der Kauf dieser Speicher indirekt zur Stärkung der militärischen Fähigkeiten Chinas beiträgt, da DRAM und 3D-NAND für fortschrittliche Anwendungen unerlässlich sind. Sie schlagen zudem ein koordiniertes Vorgehen mit der Europäischen Union, Japan und Südkorea vor, um zu verhindern, dass chinesische Chips in die Lieferketten der Verbündeten gelangen und somit eine langfristige Abhängigkeit bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz entsteht. Darüber hinaus warnen sie davor, dass staatliche Beihilfen für chinesische Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit der westlichen Industrie beeinträchtigen und traditionelle Zulieferer schwächen könnten.


Interessiert an mehr zu diesem Thema?
DDR5-Systemspeicher


Was lesen andere?