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20.05.2026 09:49

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Die Google-Suche verändert sich

Die Google-Suche verändert sich

Google Search geht in die nächste Phase seiner KI-gestützten Transformation. Auf der Google I/O 2026 präsentierte das Unternehmen ein neu gestaltetes Suchfeld, das die klassische Suche, KI-Übersichten und den KI-Modus zu einem einheitlicheren Nutzererlebnis vereint. Google möchte, dass Nutzer nicht mehr überlegen müssen, ob sie die reguläre Suche, die KI-Übersichten oder den Konversationsmodus verwenden. Sie geben ihre Frage einfach in die gewohnte Google-Suchleiste ein, und das System wählt die passendste Antwortmöglichkeit.

Das neu gestaltete Suchfeld wird von einem neuen Modell angetrieben. Gemini 3.5 Blitz, das Google als ein schnelleres und effizienteres Modell beschreibt, das für Agentenaufgaben, Programmierung und länger laufende Prozesse entwickelt wurde.

Die Suchleiste entwickelt sich zu einem Ort für Konversationen, Dateien und Kontext.

Google hat das Suchfeld überarbeitet, sodass es sich bei längeren Fragen erweitert und Nutzern mit einer neuen KI-gestützten Autovervollständigung hilft. Die Suchmaschine wartet nicht mehr nur auf eine vollständige Anfrage, sondern versucht, die Richtung der Frage zu verstehen und den Nutzer bei der Formulierung zu unterstützen. Bei natürlich formulierten Fragen werden dem Nutzer häufiger KI-Übersichten angezeigt, also Zusammenfassungen von KI-generierten Antworten.

Eine weitere wichtige Änderung betrifft den Übergang zwischen KI-Übersichten und KI-Modus. Stellt ein Nutzer in der Übersicht eine Folgefrage, leitet Google ihn in den dialogorientierten KI-Modus weiter. Er kann auch direkt dorthin gelangen, indem er Dokumente, Fotos, Videos oder Chrome-Tabs an das Suchfeld anhängt. Dadurch entfernt sich die Suche vom alten Modell, bei dem man einige Schlüsselwörter eingab und die Links anschließend selbst las.

Für Traditionalisten gibt es weiterhin die Möglichkeit, den Web-Tab auszuwählen, der klassische Web-Suchergebnisse anzeigt. Dies ist wichtig, da einige Nutzer nach wie vor KI-basierte Antworten vermeiden und lieber selbst im Web recherchieren möchten.

Für Website-Betreiber stellt sich die Frage, ob sich dies weiter negativ auf ihre Sichtbarkeit in den Suchergebnissen auswirken wird. Schon jetzt lenken KI-generierte Zusammenfassungen viele Klicks auf sich, daher sucht jeder nach Möglichkeiten, die eigene Website in den Google-Zusammenfassungen als Quelle erscheinen zu lassen.

Google arbeitet an einer Zukunft, in der die Suche nicht mehr auf das Öffnen durch den Nutzer wartet. Ab diesem Sommer können Abonnenten von Google AI Pro und Google AI Ultra neue Informationsagenten starten, die Themen im Hintergrund verfolgen. So kann ein Nutzer beispielsweise festlegen, wann er die Tour seiner Lieblingsband verfolgen möchte. Der Agent sucht dann automatisch nach Informationen und benachrichtigt den Nutzer, sobald er etwas Wichtiges findet. Diese Agenten nutzen Personal Intelligence, wodurch sie sich mit anderen Google-Konten und -Apps wie Gmail verbinden und die Antworten an den Kontext des Nutzers anpassen können.

In den kommenden Monaten wird Google die Suche um eine Funktion für generative Benutzeroberflächen erweitern. Damit lassen sich benutzerdefinierte Widgets und Apps direkt in der Suchmaschine erstellen. KI-Übersichten können interaktive Visualisierungen generieren, beispielsweise ein Diagramm zur Funktionsweise eines Schwarzen Lochs, und dieses direkt in die Suchergebnisse einbinden.

Das ist ein sehr interessanter Ansatz. Anstatt dass der Nutzer nach einer Website mit dem passenden Tool sucht, kann Google ihm spontan ein Tool bereitstellen. Dieses kann für Erklärungen, Berechnungen, Vergleiche, Planungen, Grafiken oder kleine interaktive Darstellungen verwendet werden.

Doch auch hier besteht ein Risiko. Wenn eine Suchmaschine selbst eine Visualisierung oder Anwendung erstellt, muss das Ergebnis korrekt, verständlich und überprüfbar sein.

Abonnenten von Google AI Pro und AI Ultra erhalten eine weitere erweiterte Option: die Erstellung sogenannter Super-Apps direkt in der Suche. So kann ein Nutzer beispielsweise Google bitten, einen Fitness-Tracker für zu Hause zu erstellen, diesen mit Wetterdaten und einem Kalender zu verknüpfen und eine App zu generieren, auf die er später zurückgreifen oder die er mit anderen teilen kann.


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