Mehr als 13.000 Euro Belohnung für jeden, der ein anderes Betriebssystem auf der PS5 installiert
Der bekannte Verbraucherschützer und Gerätereparatur-Experte Louis Rossmann hat Sonys geschlossenem Ökosystem den Kampf angesagt. Seine gemeinnützige Organisation FULU setzte zunächst eine Belohnung von 9.100 € für jeden aus, der den Hypervisor der PlayStation 5 erfolgreich umgehen kann. Dank starker Unterstützung aus der Community und weiterer Spenden ist dieser Betrag schnell auf über 13.600 € angewachsen.
Rossmann, der seine Karriere mit der Reparatur von Apple-Geräten begann, kämpft seit Jahren gegen Tech-Giganten, die Nutzern die volle Kontrolle über ihre gekauften Produkte verweigern. Hauptziel dieser Initiative ist die Installation eines alternativen Betriebssystems, das es Gamern ermöglicht, beliebige Software auf ihrer Konsole auszuführen – nicht nur die von Sony freigegebene.
Zwar ist es technisch möglich, Linux auf der PS5 zu installieren, doch weist die Methode einen gravierenden Mangel auf. Die aktuelle Methode funktioniert nur mit älteren Versionen der Systemsoftware, und ein Downgrade auf ältere Versionen ist bei dieser Konsole nicht möglich. Um das großzügige Preisgeld zu erhalten, muss nachgewiesen werden, dass der Hack mit Firmware-Version 13.42 oder höher funktioniert, die am 1. Juli veröffentlicht wurde.
Die Spielregeln sind ziemlich streng, daher lässt sich schwer vorhersagen, ob die Herausforderung jemals erfolgreich gemeistert werden kann. Sony behebt Sicherheitslücken extrem schnell, um sein digitales Monopol zu schützen und Piraterie zu verhindern. Um den Preis zu gewinnen, muss die Lösung für den Durchschnittsnutzer erschwinglich und die Installation selbst absolut einfach sein. Gleichzeitig muss das ursprüngliche Betriebssystem der Konsole intakt und zugänglich bleiben, damit Nutzer ihre legal erworbenen PlayStation-Spiele weiterhin problemlos spielen können.
Obwohl einige Hacker mit Emulatoren und anderen Methoden zur Systementsperrung Fortschritte erzielt haben, bleibt das vollständige Knacken der neuesten Schutzmechanismen eine gewaltige Herausforderung. Sonys Entscheidung, auf physische Datenträger zu verzichten, gibt der Community jedoch zusätzlichen Ansporn, endlich die Kontrolle über die Hardware zu erlangen.























