Sony führt eine 30-tägige Online-Verifizierung für PlayStation-Spiele ein.
Nach Nutzerberichten und Bestätigungen des Supports hat Sony eine neue Regel für digitale Spiele auf PlayStation 4 und PlayStation 5 eingeführt. Einige Spieler haben festgestellt, dass Spiele nun alle 30 Tage einer obligatorischen Online-Verifizierung unterzogen werden müssen. Andernfalls kann der Zugriff auf gekaufte Inhalte vorübergehend verloren gehen.
Zunächst hielten die Nutzer es für einen Fehler, da auf den Spielinformationsseiten neue Angaben zur Gültigkeit und verbleibenden Zugriffszeit erschienen. Der PlayStation-Support bestätigte jedoch, dass es sich um eine tatsächliche Richtlinienänderung handelte, die bei den Spielern für erhebliche Unzufriedenheit sorgte.
Neues Design DRM-Schutz Dies gilt vor allem für digitale Spielkopien. Das System erfordert, dass die Konsole innerhalb von 30 Tagen mindestens einmal mit dem Internet verbunden wird. Andernfalls kann der Zugriff auf das Spiel unterbrochen werden. Nach der erneuten Verbindung kann der Zugriff wiederhergestellt werden, die Lizenz muss jedoch neu aktiviert werden.
Den bisherigen Informationen zufolge betrifft die Änderung hauptsächlich Spiele, die nach dem Systemupdate im März installiert wurden. Nutzer berichten, dass selbst die Festlegung der Konsole als primäres Gerät die regelmäßigen Überprüfungen nicht überflüssig macht. Dies bedeutet, dass die neue Richtlinie das Offline-Spielen sogar bei Einzelspielertiteln einschränken könnte. Inoffiziell soll die Änderung dazu dienen, Betrug mit Spielrückerstattungen innerhalb der 14-tägigen Frist zu verhindern.
Diese Praxis wirft erneut die Frage nach dem Eigentum an digitalen Inhalten auf. Obwohl der Nutzer ein Spiel kauft, erwirbt er tatsächlich nur eine Nutzungslizenz, die vom Herausgeber kontrolliert wird. Dieser kann das DRM-System nutzen, um den Zugriff zu steuern und ihn gegebenenfalls einzuschränken.
Die Reaktionen der Community waren überwiegend negativ, viele wiesen auf die Ironie der Situation hin, da Sony Microsoft zuvor wegen einer ähnlichen Vorgehensweise bei der Xbox One-Konsole kritisiert hatte.
Der PlayStation-Support hat die Änderung zwar bestätigt, eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens steht jedoch noch aus. Auch über den Umfang der Änderung gibt es unterschiedliche Theorien. Einige glauben, sie betrifft nur Spiele des Abonnementdienstes, während andere warnen, dass auch eine leere CMOS-Batterie in der Konsole Probleme verursachen könnte.
Ungeachtet der Details ist klar, dass die Art der Einführung (unangekündigt und stillschweigend) einer der Hauptgründe für die heftige Reaktion der Spieler ist.





















