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24.06.2026 13:11

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Meta stellt eine eigene, günstigere Produktlinie von Smartglasses vor.

Foto: Meta
Foto: Meta

Meta steigt mit einer neuen Produktlinie in den Designwettbewerb im Bereich tragbarer Technologie ein, der sich zu einer neuen Front im Wettlauf um künstliche Intelligenz entwickelt. Die größte Veränderung für Verbraucher wird der Preis sein. Die neuen Brillen werden ab ca. 299 € erhältlich sein und damit deutlich günstiger als die neuesten Ray-Ban-Modelle, die ab 379 € kosten. Andrew Bosworth, CTO von Meta, erklärte, dass neben Design und Stil auch der Preis entscheidend sei, um verschiedene Marktsegmente zu erreichen.

Dieser Schritt markiert eine teilweise Abkehr von den Vorgängermodellen, die in Zusammenarbeit mit EssilorLuxottica (Inhaber der Marken Ray-Ban und Oakley) entwickelt wurden. Die Kooperation besteht jedoch fort, insbesondere bei der Herstellung der Brillengläser, und Meta wird die bisherigen Modelle weiterhin anbieten. Die neuen Brillen sind in drei stylischen Varianten erhältlich: dem kleineren Modell Adventurer, dem größeren und runden Modell Fury sowie dem ovalen Modell Meta Glasses by Kylie, designt von Kylie Jenner. Letzteres Modell verfügt über einen speziellen Sound beim Aufsetzen, und die standardmäßige KI-Stimme kann durch eine Version ersetzt werden, die auf der echten Stimme des genannten Stars basiert.

Alle drei Versionen können Musik abspielen, Sprachen übersetzen und mithilfe integrierter Kameras Fragen zur Umgebung beantworten. Möglich macht dies ein neues Modell künstlicher Intelligenz namens Muse Spark, das Details in Fotos besser erkennt und die persönlichen Vorlieben des Nutzers speichert. Im Test schätzte die Brille erfolgreich den Kaloriengehalt einer Schale Erdbeeren, übersetzte ein Schild vom Arabischen ins Englische und empfahl Museen in der Nähe.

Trotz dieser Funktionen ist eine gewisse Skepsis angebracht, da diese Szenarien denen bereits existierender Smartglasses sehr ähnlich sind. Zweifler werden daher wohl nicht sofort überzeugt sein. Analysten warnen, dass Technologieunternehmen nach wie vor Schwierigkeiten haben, den Nutzen solcher Geräte gegenüber Smartphones nachzuweisen. Dennoch prognostizieren Marktanalysen einen Rückgang des Durchschnittspreises von Smartglasses von 376 Euro im Jahr 2026 auf etwa 229 Euro bis 2030, was ihre Popularität deutlich steigern könnte.

Neben dem Preis stellen Datenschutzprobleme weiterhin eine Herausforderung dar, da es in der Vergangenheit Fälle von unbefugten Aufnahmen und deren Veröffentlichung in sozialen Medien gab. Meta löst dieses Problem mit einer LED-Leuchte, die deutlich signalisiert, dass eine Aufnahme läuft und ohne die die Kamera nicht funktioniert. Da Metas KI-Assistent derzeit jedoch weniger beliebt ist als die Konkurrenz (nur 14 Prozent der erwachsenen Amerikaner nutzen ihn, während ChatGPT von 44 Prozent und Gemini von 24 Prozent genutzt werden), werden die Brillen entscheidend für den Erfolg des digitalen Assistenten sein. Sollten die Brillen jedoch nicht akzeptiert werden, denkt das Designteam bereits über Alternativen nach, um diese Technologie auch Menschen anzubieten, die keine Brille tragen möchten.


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