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26.05.2026 09:15

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Aufgrund der enormen Kosten für KI-Agenten führen Unternehmen die Abrechnung pro Meter ein.

Aufgrund der enormen Kosten für KI-Agenten führen Unternehmen die Abrechnung pro Meter ein.

Im vergangenen Dezember stellte Microsoft Claude Code Tausenden seiner Ingenieure, Produktmanager und Designer zur Verfügung. Dank seiner außergewöhnlichen Benutzerfreundlichkeit verbreitete sich das Tool bis zum Frühjahr auch in nicht-technischen Bereichen. Der weltgrößte Softwarekonzern, der über eigene Modelle und einen eigenen Programmierassistenten verfügt, bezahlte ein anderes Unternehmen für die Nutzung eines Konkurrenzprodukts.

Sechs Monate später neigt sich dieses Experiment dem Ende zu. Microsoft kündigt die meisten Direktlizenzen für Claude Code innerhalb seiner Gruppe „Experiences and Devices“, die Windows, Microsoft 365, Outlook, Teams und Surface entwickelt. Die Entwickler müssen bis zum 30. Juni auf die GitHub Copilot CLI umsteigen. Offiziell wird die Vereinheitlichung der Tools als Grund angegeben, inoffiziell sind es jedoch die sehr hohen Kosten.

Dies ist der bisher überzeugendste Beweis dafür, dass die Wirtschaftlichkeit von KI-Programmierung im Geschäftsleben bei den aktuellen Tokenpreisen nicht gegeben ist. Uber beispielsweise hat sein gesamtes Budget für KI-Programmierung bis 2026 bereits in nur vier Monaten aufgebraucht. Einzelne Entwickler geben monatlich zwischen 463 € und 1.854 € für Token aus. Traditionelle Softwareverträge basieren auf Nutzern, während Tokenpreise auf Modellrechnungen beruhen, was zu langen Agentensitzungen und hohen Kosten führt.

Analysen zeigen, dass KI-Automatisierung bei den aktuellen Preisen nur etwa ein Viertel günstiger ist als menschliche Arbeitskraft. Gartner prognostiziert, dass die weltweiten Ausgaben für KI in diesem Jahr 2,32 Milliarden Euro erreichen werden, doch die generative KI sieht sich bereits mit Enttäuschungen konfrontiert: 25 % des Budgets für 2026 wurden auf 2027 verschoben.

Microsoft hatte den besten Einblick in die tatsächlichen Kosten des Claude-Codes. Hätte sich die Kostenkalkulation mit zunehmender Skalierung verbessert, wäre Microsoft einen mehrjährigen Vertrag abgeschlossen. Stattdessen beendet das Unternehmen das Experiment zum Ende des Geschäftsjahres. Zwar bleiben die Claude-Modelle weiterhin über die Copilot-Befehlszeilenschnittstelle zugänglich, doch markiert dies das Ende einer Phase, in der Unternehmen bereit waren, jeden Preis für Lerntoken zu zahlen. Unternehmen werden auch künftig KI-Tools erwerben, jedoch mit Ausgabenlimits, Quoten und Finanzkontrollen.


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