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18.07.2026 17:46

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Tesla stellt endlich sein erstes Zweirad vor, aber es ist nur ein teurer Roller für Kinder.

Foto: Tesla
Foto: Tesla

Elon Musk hat in der Vergangenheit wiederholt erklärt, dass sein Unternehmen niemals ein Elektromotorrad oder ein elektrisches Zweirad bauen wird. Diese Entscheidung rührt von einem persönlichen Trauma her: Im Alter von siebzehn Jahren wurde er bei einem Fahrradunfall von einem Lkw angefahren.

Tesla hat kürzlich sein erstes zweirädriges Fahrzeug vorgestellt: den Kinderroller „Tesla Balance Bike“, der für Kinder zwischen zwei und fünf Jahren gedacht ist. Das Produkt hat weder Motor noch Pedale; die Kinder bewegen sich fort, indem sie sich einfach mit den Füßen vom Boden abstoßen. Ziel dieser Innovation ist es offensichtlich, Kinder frühzeitig an die Marke heranzuführen. Der Rahmen des Rollers besteht aus einer Magnesiumlegierung in der bekannten schwarz-weißen Farbkombination und ist für Kinder bis zu 35 Kilogramm geeignet. Der Sitz bietet fünf verschiedene Höhenverstellungen. Da das Fahrzeug nur die Geschwindigkeit eines Kleinkindes erreicht, ist es absolut sicher und hat Musks strenge Kriterien problemlos erfüllt.

Das größte Problem ist jedoch der Endpreis. Der Tretroller kostet rund 207 Euro und liegt damit im oberen Preissegment der Kinderfahrräder. Die meisten Konkurrenzmodelle bekannter Marken sind für weniger als die Hälfte erhältlich. Einige wenige, teurere Modelle wie das Woom Go bieten gegen Aufpreis zumindest Bremshebel. Die Tesla-Version hat gar keine Bremsen, was bedeutet, dass Eltern fast das Dreifache eines herkömmlichen Tretrollers bezahlen – hauptsächlich für das Prestige und das bekannte Logo.

Trotz des hohen Preises ist die erste Charge der Antriebe bereits ausverkauft, wie es bei den meisten Innovationen von Tesla der Fall ist. Kunden, die eine Bestellung aufgeben konnten, müssen bis August 2026 auf die Lieferung warten. Obwohl dieses Produkt nicht als ernsthafter Einstieg des Unternehmens in den Markt für Zweiräder gelten kann, ist es ein sehr erfolgreicher, wenn auch kostspieliger Marketing-Schachzug, um Markenloyalität bei zukünftigen Generationen zu schaffen.


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