Übergang zur nächsten Speichergeneration bereits im Jahr 2028?
Die Computerhardware-Branche rüstet sich für die Einführung von DDR6-Speicher. Laut dem südkoreanischen Medienportal The Elec befinden sich die führenden Speicherchip-Hersteller SK hynix, Samsung und Micron bereits mitten in der Planungsphase. Diese Hersteller arbeiten eng mit Zulieferern von Basismaterialien zusammen, um die Modulentwicklung unter der Aufsicht von JEDEC, der Normungsorganisation der Branche, zu koordinieren.
Obwohl den Herstellern bereits 2024 der erste Entwurf der Spezifikationen vorlag, enthielt dieser noch nicht alle wichtigen technischen Details, wie beispielsweise die endgültigen Spannungsbereiche, die Signalverwendung, die Leistungsprofile und die Pinbelegung. Die Spezifikationen werden nun jedoch zügig weiterentwickelt, da die Unternehmen die Prototypenphase hinter sich gelassen haben und in strenge Validierungszyklen eingetreten sind.
Die größte Verbesserung wird bei den Datenübertragungsgeschwindigkeiten erwartet. Der DDR6-Standard soll mit 8.800 MT/s starten und auf beeindruckende 17.600 MT/s (eine Million Übertragungen pro Sekunde) erweitert werden. Dies würde die Obergrenze des aktuellen DDR5-Standards praktisch verdoppeln. Dieser Sprung wird durch eine neue Architektur mit 4 × 24-Bit-Subkanälen ermöglicht – eine signifikante Änderung gegenüber der aktuellen 2 × 32-Bit-Struktur von DDR5. Da solche Geschwindigkeiten die klassischen DIMM-Bauformen physikalisch überfordern, tendiert die Industrie stark zur CAMM2-Technologie.
Die Änderungen werden voraussichtlich zunächst auf Serverplattformen eingeführt, gefolgt von High-End-Laptops, sobald die Produktion anläuft. Während frühere Prognosen das Jahr 2027 nannten, sind die neuesten Informationen vorsichtiger. 2027 dürfte lediglich für Kundentests vorgesehen sein, während die Auslieferung an den kommerziellen Markt erst 2028 erwartet wird.




















