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13.05.2026 17:12

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Europa investiert fast 200 Milliarden Euro in Elektromobilität

Europäische Länder investieren rasant in Elektromobilität. Laut dem Forschungsinstitut New Automotive haben sie Investitionen in Höhe von fast 200 Milliarden Euro in das Ökosystem der Elektrofahrzeuge angekündigt.
Europa investiert fast 200 Milliarden Euro in Elektromobilität

Es handelt sich um einen der größten industriellen Umbruche in Europa der letzten Jahrzehnte, der nicht nur auf eine grüne Transformation abzielt, sondern auch auf die Verringerung der Abhängigkeit von China bei Batterien und Schlüsseltechnologien.

Der Großteil der Investitionen entfällt auf Batterien.

Der größte Teil der Investitionen fließt in die Lieferkette für Batterien, wofür rund 109 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Weitere 60 Milliarden Euro werden in die Produktion von Elektrofahrzeugen investiert, während die Länder zwischen 23 und 46 Milliarden Euro in die Ladeinfrastruktur investieren.

In Europa sind derzeit mehr als eine Million öffentliche Ladestationen installiert.

Europa will die Abhängigkeit von China verringern.

Die Investitionen sind eine direkte Reaktion auf Chinas Dominanz in der Batterieindustrie. Die Internationale Energieagentur schätzte dieses Jahr, dass China über 80 Prozent aller Batterien weltweit produziert. Europa versucht daher, eine eigene Produktion aufzubauen und seine strategische Autonomie zu stärken.

Nach Schätzungen von New Automotive produziert Europa bereits Batterien für etwa ein Drittel der auf dem heimischen Markt verkauften Elektrofahrzeuge.

Deutschland bleibt das Zentrum der Automobilindustrie

Deutschland ist mit fast einem Viertel aller europäischen Investitionen in Elektromobilität der größte Investor. Das Land bleibt ein wichtiger Produktionsstandort für die europäische Automobilindustrie und ein bedeutendes Zentrum für die Entwicklung von Batterien und KI-gestützten Produktionssystemen.

Arbeitsplätze und die industrielle Zukunft

Laut Schätzungen von E-Mobility Europe sichern die aktuellen Investitionen bereits über 150.000 Arbeitsplätze. Werden alle geplanten Projekte umgesetzt, könnten weitere 300.000 Arbeitsplätze entstehen.

Experten warnen jedoch, dass Europa für seine globale Wettbewerbsfähigkeit noch stabilere Energiepreise, zusätzliche Subventionen und einen besseren Schutz der Industrie vor billigerer Konkurrenz benötigt.

Grüne Transformation unter Druck

Die Investitionen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Europäische Union ihre Umweltpolitik lockert. Im Dezember kündigte die Europäische Kommission die Aufhebung des faktischen Verbots neuer Pkw mit Verbrennungsmotoren ab 2035 an.

Dennoch gehen Forscher davon aus, dass das Investitionswachstum vor allem durch höhere Kraftstoffpreise, eine größere Auswahl an Elektrofahrzeugen und den langfristigen Bedarf an Energieunabhängigkeit aufrechterhalten wird.


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